Wann sollte man die Fruchtbarkeit abklären lassen?

Denis Faoro • 3. August 2026

Ein negativer Schwangerschaftstest nach wenigen Monaten kann sehr enttäuschend sein. Gleichzeitig ist es normal, dass eine Schwangerschaft nicht sofort eintritt. Die Frage, wann Sie die Fruchtbarkeit abklären lassen sollten, verdient deshalb eine persönliche Antwort: Sie hängt unter anderem vom Alter, vom Zyklus, von bekannten Erkrankungen und von Ihrer bisherigen Kinderwunschzeit ab.


Ein Fertilitätscheck ist keine Prüfung und kein Urteil über Ihre Chancen. Er dient dazu, Ihre gesundheitliche Situation sorgfältig einzuordnen, mögliche Hindernisse früh zu erkennen und gemeinsam zu besprechen, welche nächsten Schritte zu Ihnen passen. Dabei stehen Ihre Wünsche, Ihre Lebenssituation und Ihr Tempo im Mittelpunkt.


Fruchtbarkeit abklären lassen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?


Als medizinische Orientierung gilt: Wenn Sie unter 35 Jahre alt sind, regelmässige ungeschützte Geschlechtsverkehr haben und nach zwölf Monaten nicht schwanger geworden sind, ist eine Abklärung sinnvoll. Ab 35 Jahren empfehlen einige Fachgesellschaften, bereits nach sechs bis 12 Monaten das Gespräch zu suchen. Ab 40 Jahren oder bei einem deutlich eingeschränkten Zeitfenster sollte die Abklärung möglichst zeitnah erfolgen.


Diese Zeiträume sind Richtwerte, keine starren Regeln. Manche Paare wünschen sich schon früher Klarheit, etwa vor dem Absetzen der Verhütung, nach einer längeren Kinderwunschphase ohne regelmässigen Geschlechtsverkehr oder wenn sich die Sorge stark auf den Alltag auswirkt. Auch das ist ein guter Grund für eine Beratung.


Nicht abwarten sollten Sie bei sehr unregelmässigen oder ausbleibenden Blutungen, ausgeprägten Regelschmerzen, bekannten Endometrioseherden, früheren Entzündungen im Bauchraum oder Operationen an Eierstöcken, Eileitern oder Gebärmutter. Gleiches gilt bei einer bekannten eingeschränkten Samenqualität des Partners, nach einer Chemo- oder Strahlentherapie sowie bei mehreren Fehlgeburten. Eine frühe Abklärung kann helfen, unnötige Wartezeit zu vermeiden und Beschwerden ernst zu nehmen.


Warum das Alter eine Rolle spielt


Die Fruchtbarkeit verändert sich im Verlauf des Lebens. Mit zunehmendem Alter nimmt nicht nur die Zahl der Eizellen ab, sondern auch der Anteil der Eizellen mit einer altersbedingten Chromosomenveränderung. Das kann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft senken und das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Wie schnell diese Veränderung verläuft, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich.


Das Alter ist daher ein wichtiger Faktor, aber nie die ganze Geschichte. Regelmässige Zyklen, Erkrankungen, frühere Schwangerschaften, Medikamente und die Fruchtbarkeit des Partners gehören ebenso in die Beurteilung. Eine Beratung soll nicht verunsichern oder Druck erzeugen. Sie soll Ihnen eine realistische Grundlage für selbstbestimmte Entscheidungen geben.


Was bei einer Fertilitätsabklärung untersucht wird


Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch. Dabei geht es um Zykluslänge und Blutungsstärke, Schmerzen, frühere Schwangerschaften oder Fehlgeburten, Verhütung, Operationen, Infektionen, Medikamente und relevante Erkrankungen in der Familie. Auch Lebensumstände wie Schichtarbeit, starkes Unter- oder Übergewicht, Rauchen oder psychische Belastung können angesprochen werden - ohne Schuldzuweisungen.


Es folgt in der Regel eine gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall. Hier lassen sich Gebärmutter und Eierstöcke beurteilen. Myome, Polypen, Zysten oder Hinweise auf Endometriose können je nach Lage und Ausprägung die Empfängnis oder den Verlauf einer Schwangerschaft beeinflussen. Im Ultraschall wird häufig auch die Anzahl kleiner Follikel eingeschätzt, also jener Bläschen, in denen Eizellen heranreifen.


Blutuntersuchungen können je nach Zyklusphase und Fragestellung sinnvoll sein. Dazu zählen Hormone, die den Eisprung und die Funktion der Schilddrüse beeinflussen. Der AMH-Wert kann Hinweise auf die ovarielle Reserve geben. Er beantwortet jedoch nicht, ob Sie auf natürlichem Weg schwanger werden können, wie gut die Eizellqualität ist oder wann die Menopause beginnt. Ein einzelner Laborwert darf deshalb nie losgelöst von Ihrem Alter, dem Ultraschallbefund und Ihrer persönlichen Situation interpretiert werden.


Wenn der Verdacht besteht, dass die Eileiter nicht durchgängig sind, kann eine gezielte Durchgängigkeitsprüfung besprochen werden. Sie ist nicht bei jeder Person gleich zu Beginn nötig. Der passende Zeitpunkt hängt davon ab, ob es beispielsweise frühere Entzündungen, eine Endometriose, Operationen oder einen auffälligen Ultraschallbefund gibt.


Die Abklärung betrifft beide Partner


Ein unerfüllter Kinderwunsch ist keine ausschliesslich gynäkologische Fragestellung. In einem relevanten Anteil der Fälle spielen Faktoren auf Seiten des Partners mit eine Rolle, oft zusammen mit Faktoren bei der Frau. Deshalb ist eine Samenuntersuchung häufig ein früher, einfacher und wichtiger Bestandteil der Abklärung.


Die Samenanalyse beurteilt unter anderem Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien. Ein auffälliges Resultat muss bestätigt und im richtigen Zusammenhang beurteilt werden, denn Fieber, Infekte, Medikamente oder die Zeit seit der letzten Ejakulation können Werte vorübergehend verändern. Je nach Befund kann eine andrologische oder urologische Mitbeurteilung sinnvoll sein.


Diese gemeinsame Perspektive entlastet. Sie verhindert, dass eine Person allein die Verantwortung für das Ausbleiben einer Schwangerschaft trägt, und ermöglicht Entscheidungen, die beide Partner mittragen können.


Was Sie vor dem Termin wissen oder notieren können


Sie müssen nicht perfekt vorbereitet in die Sprechstunde kommen. Hilfreich sind dennoch Angaben zum ersten Tag der letzten Menstruation, zu Ihren üblichen Zykluslängen und zu bisherigen Schwangerschaften. Falls vorhanden, bringen Sie frühere Operationsberichte, Laborwerte oder Befunde zu Endometriose, Schilddrüse oder anderen Erkrankungen mit.


Wenn Sie Ihren Zyklus dokumentieren, etwa mit einer App, Temperaturmessung oder Ovulationstests, kann das zusätzliche Hinweise geben. Es ist aber keine Voraussetzung. Ovulationstests zeigen lediglich einen Hormonanstieg an und beweisen nicht in jedem Fall, dass ein Eisprung stattgefunden hat. Auch regelmässige Blutungen bedeuten nicht automatisch, dass alle Voraussetzungen für eine Schwangerschaft erfüllt sind.


Notieren Sie ruhig auch Ihre Fragen: Möchten Sie wissen, ob ein Eisprung wahrscheinlich stattfindet? Haben Sie Angst vor einer bestimmten Erkrankung? Planen Sie eine Schwangerschaft erst in einigen Jahren? Je klarer Ihre Anliegen ausgesprochen werden, desto gezielter kann die Beratung erfolgen.


Welche Schritte nach den Ergebnissen folgen können


Nicht jede Abklärung führt zu einer behandlungsbedürftigen Ursache. Manchmal zeigen die Befunde gute Voraussetzungen, und es geht vor allem darum, den Zeitraum für weitere natürliche Versuche festzulegen. Bei Zyklusunregelmässigkeiten kann eine Behandlung der auslösenden Ursache, etwa einer Schilddrüsenstörung, helfen. Bei Endometriose, Myomen oder Polypen wird sorgfältig abgewogen, ob eine medikamentöse oder operative Behandlung die Chancen tatsächlich verbessert.


Wenn eine weiterführende Kinderwunschbehandlung infrage kommt, werden Möglichkeiten wie eine hormonelle Zyklusunterstützung, Insemination oder eine Behandlung im spezialisierten Kinderwunschzentrum besprochen. Welche Option medizinisch sinnvoll ist, hängt von den Befunden, dem Alter, der Dauer des Kinderwunsches und Ihren persönlichen Grenzen ab. Nicht jede technisch mögliche Behandlung ist für jede Lebenssituation die richtige.


Auch bei einer geplanten späteren Familiengründung kann eine Beratung sinnvoll sein. Sie kann klären, was sich medizinisch über die individuelle Ausgangslage sagen lässt und wo die Grenzen der Vorhersagbarkeit liegen. Verfahren zur Erhaltung der Fruchtbarkeit sollten ohne falsche Sicherheit, aber auch ohne unnötige Alarmierung besprochen werden.


Bei Schmerzen und Sorgen nicht allein bleiben


Starke Schmerzen während der Menstruation, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder chronische Unterbauchbeschwerden werden noch immer zu oft als etwas hingenommen, das man eben aushalten müsse. Sie können jedoch auf Endometriose oder andere behandlungsbedürftige Ursachen hinweisen. Eine Abklärung dient dann nicht nur dem Kinderwunsch, sondern vor allem Ihrer Gesundheit und Lebensqualität.


In der Arztpraxis Seeblick nehmen wir uns Zeit, Befunde verständlich zu erklären und das weitere Vorgehen gemeinsam mit Ihnen zu planen. Ob Sie erst seit kurzer Zeit einen Kinderwunsch haben, schon lange warten oder Ihre Fruchtbarkeit vorsorglich einschätzen lassen möchten: Ein persönliches Gespräch kann aus Unsicherheit einen nächsten, gut informierten Schritt machen.


Weitere Themen die Sie interessieren könnten

von Denis Faoro • 30. September 2026
Die Frage „Welche Verhütung passt zu mir?“ stellt sich selten nur bei der ersten Pille oder vor einem neuen Lebensabschnitt. Vielleicht wünschen Sie sich eine möglichst sichere Methode, möchten Hormone vermeiden, leiden unter starken Blutungen oder planen möglicherweise in absehbarer Zeit eine Schwangerschaft. Eine gute Entscheidung entsteht nicht aus einer Rangliste, sondern aus einem Gespräch über Ihren Körper, Ihren Alltag und Ihre Wünsche. Verhütung darf sich sicher anfühlen - medizinisch und persönlich. Sie muss zu Ihrer aktuellen Lebenssituation passen, ohne dass Sie sich mit Nebenwirkungen, Aufwand oder Unsicherheit allein gelassen fühlen. Gleichzeitig kann sich die passende Methode im Lauf des Lebens verändern. Was mit 18 ideal war, muss mit 30, nach einer Geburt oder in den Wechseljahren nicht mehr richtig sein. Welche Verhütung passt zu mir? Die wichtigsten Fragen Bevor es um eine konkrete Methode geht, hilft ein ehrlicher Blick auf Ihre Prioritäten. Wie wichtig ist Ihnen ein sehr hoher Schutz vor Schwangerschaft? Möchten Sie täglich an die Verhütung denken oder lieber für mehrere Jahre nicht daran erinnert werden? Soll die Methode Ihre Blutung beeinflussen, etwa weil diese sehr stark oder schmerzhaft ist? Auch medizinische Fragen gehören dazu: Rauchen Sie, haben Sie Migräne mit Aura, Bluthochdruck, Thrombosen in der eigenen oder familiären Vorgeschichte, Lebererkrankungen oder Brustkrebs gehabt? Nehmen Sie regelmässig Medikamente ein? Diese Faktoren können beeinflussen, ob östrogenhaltige Methoden wie die kombinierte Pille, das Verhütungspflaster oder der Vaginalring geeignet sind. Daneben zählen persönliche Aspekte, die in keiner Packungsbeilage stehen: Wie fühlt sich eine Blutung für Sie an? Wie wichtig ist Spontaneität beim Sex? Möchten Sie Ihren Zyklus bewusst wahrnehmen? Gibt es eine stabile Partnerschaft oder wechselnde sexuelle Kontakte? Und wäre eine Schwangerschaft zwar nicht geplant, aber grundsätzlich denkbar - oder unbedingt zu vermeiden? Jede dieser Antworten ist legitim und hilft, die Auswahl einzugrenzen. Sicherheit im Alltag zählt mehr als Theorie Viele Verhütungsmethoden funktionieren bei korrekter Anwendung sehr zuverlässig. Im Alltag entstehen jedoch Fehler: Eine Pille wird vergessen, ein Pflaster zu spät gewechselt, ein Kondom reisst oder die fruchtbaren Tage werden falsch eingeschätzt. Deshalb ist nicht nur die theoretische Sicherheit entscheidend, sondern auch, wie gut eine Methode in Ihren Alltag passt. Lang wirksame Methoden wie die Spirale, das Hormonimplantat oder die Dreimonatsspritze verlangen weniger regelmässige Eigenanwendung. Das kann besonders entlastend sein, wenn Sie eine sehr sichere Verhütung wünschen und nicht täglich daran denken möchten. Dafür braucht es vor der Entscheidung eine sorgfältige Untersuchung und Beratung. Auch Nebenwirkungen oder Veränderungen der Blutung sollten offen besprochen werden. Kondome haben eine besondere Rolle: Sie schützen - bei korrekter Anwendung - zusätzlich vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen. Spirale, Pille, Ring und Implantat schützen nicht vor Infektionen. Bei neuen oder wechselnden Sexualkontakten kann die Kombination aus Kondom und einer weiteren Verhütungsmethode deshalb sinnvoll sein. Hormonelle Verhütung: Möglichkeiten und Unterschiede Hormonelle Methoden wirken je nach Präparat mit Östrogen und Gestagen oder nur mit Gestagen. Sie können den Eisprung hemmen, den Zervixschleim verdicken und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verändern. Welche Wirkung im Vordergrund steht, hängt von der jeweiligen Methode ab. Die kombinierte Pille, der Vaginalring und das Verhütungspflaster ermöglichen oft eine planbare Blutung und können Regelschmerzen, Akne oder starke Blutungen verbessern. Sie erfordern jedoch eine zuverlässige Anwendung und sind nicht für alle Personen geeignet. Insbesondere bei erhöhtem Thromboserisiko, Migräne mit Aura oder bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird individuell geprüft, ob eine andere Methode sicherer ist. Gestagen-only-Methoden umfassen unter anderem die Minipille, das Hormonimplantat, die Hormonspirale und die Dreimonatsspritze. Sie können eine gute Alternative sein, wenn Östrogen nicht infrage kommt. Gerade die Hormonspirale wird häufig gewählt, weil sie über Jahre schützt und bei vielen Anwenderinnen zu deutlich schwächeren Blutungen führt. In den ersten Monaten sind jedoch unregelmässige Blutungen oder Schmierblutungen möglich. Die Dreimonatsspritze ist wirksam und praktisch, wenn regelmässige Termine gut in Ihren Alltag passen. Sie kann aber den Zyklus längerfristig verändern. Nach dem Absetzen kann es zudem einige Zeit dauern, bis die Fruchtbarkeit wieder vollständig einsetzt. Bei einer geplanten Schwangerschaft in naher Zukunft ist sie deshalb nicht immer die erste Wahl. Hormonfrei verhüten: Kupfer, Barrieremethoden und Zykluswissen Die Kupferspirale und die Kupferkette bieten eine langfristige, hormonfreie Verhütung. Sie verändern den natürlichen Hormonhaushalt nicht und wirken mehrere Jahre. Für Personen mit sehr starken oder schmerzhaften Monatsblutungen sind sie allerdings nicht immer ideal, da Blutung und Schmerzen zunehmen können. Kondome, Diaphragmen und Portiokappen werden unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr verwendet. Sie geben Ihnen Kontrolle in der jeweiligen Situation, verlangen aber Übung und eine korrekte Anwendung. Kondome sind bei Infektionsschutz besonders wertvoll. Ein Diaphragma kann für manche Personen gut passen, wenn es fachgerecht angepasst wird und die Anwendung sicher beherrscht wird. Natürliche Familienplanung oder symptothermale Methoden beruhen auf der Beobachtung von Zykluszeichen wie Basaltemperatur und Zervixschleim. Diese Methode kann gut zu Menschen passen, die ihren Zyklus genau kennenlernen möchten und bereit sind, sich konsequent damit zu beschäftigen. Sie erfordert aber Wissen, Regelmässigkeit und gegebenenfalls Enthaltsamkeit oder zusätzliche Verhütung in der fruchtbaren Zeit. Bei unregelmässigen Zyklen, nach einer Geburt, in der Stillzeit oder in den Wechseljahren kann die Einschätzung besonders anspruchsvoll sein. ## Blutungen, Haut, Schmerzen: Verhütung kann mehr beeinflussen Die Wahl einer Verhütung ist auch dann eine medizinische Entscheidung, wenn der Schutz vor Schwangerschaft im Zentrum steht. [Starke Blutungen](https://www.arztpraxis-seeblick.ch/gynaekologie/menstruationsbeschwerden), [Endometriose](https://www.arztpraxis-seeblick.ch/endometriose-wenn-schmerzen-zur-regel-werden), PMS, Akne oder Zyklusbeschwerden können die Auswahl beeinflussen. Eine Hormonspirale kann beispielsweise bei sehr starken Blutungen entlasten, während eine Kupferspirale diese verstärken kann. Kombinierte hormonelle Methoden können manchen Personen bei Akne helfen, bei anderen stehen andere gesundheitliche Faktoren dagegen. Nicht jede Veränderung unter einer Methode ist automatisch gefährlich, aber sie sollte ernst genommen werden. Neue Kopfschmerzen, starke Stimmungsschwankungen, anhaltende Blutungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Beschwerden nach dem Einsetzen einer Spirale gehören in eine ärztliche Abklärung. Gleiches gilt für ein plötzliches Anschwellen oder Schmerzen eines Beins, Atemnot oder Brustschmerzen unter östrogenhaltiger Verhütung - hier ist eine rasche medizinische Beurteilung notwendig. ## Verhütung in besonderen Lebensphasen Nach einer Geburt und in der Stillzeit verändert sich der Körper. Einige hormonelle Methoden können früh eingesetzt werden, andere sind abhängig vom Zeitpunkt nach der Geburt, vom Stillen und von individuellen Risikofaktoren. Allein auf das Ausbleiben der Menstruation als Schutz zu vertrauen, ist nur unter sehr engen Voraussetzungen möglich und oft weniger sicher als angenommen. Auch ab etwa 40 Jahren bleibt Verhütung relevant, solange noch Eisprünge auftreten können. Ob hormonelle Methoden weiterhin passen, hängt besonders von Blutdruck, Rauchstatus, Migräne, Stoffwechsel und persönlicher Krankengeschichte ab. Gleichzeitig lassen sich Beschwerden in der Übergangszeit zu den Wechseljahren gezielt berücksichtigen. Wenn Sie nach einer Verhütungspanne - etwa einem gerissenen Kondom oder einer vergessenen Pille - Sorge vor einer Schwangerschaft haben, warten Sie nicht ab. Die Notfallverhütung ist zeitabhängig. Je früher Sie sich beraten lassen, desto mehr Möglichkeiten stehen zur Verfügung. ## Die Beratung schafft Klarheit Eine persönliche Verhütungsberatung bietet Raum für Fragen, die online oft unbeantwortet bleiben: Ist eine Spirale auch ohne Geburt möglich? Wird das Einsetzen schmerzhaft sein? Was passiert mit meiner Blutung? Kann ich die Methode rasch absetzen, wenn ich [schwanger werden möchte](https://www.arztpraxis-seeblick.ch/gynaekologie/kinderwunsch)? Und was ist, wenn ich mich mit einer Methode einfach nicht wohlfühle? In der Arztpraxis Seeblick nehmen wir diese Fragen ernst. Eine passende Verhütung wird nicht verordnet, weil sie gerade häufig gewählt wird, sondern weil sie nach sorgfältiger Abklärung zu Ihnen passt. Dazu gehören Ihre medizinische Vorgeschichte, eine Untersuchung, Ihre Erfahrungen mit früheren Methoden und Ihre persönliche Lebensplanung. Sie müssen Ihre Entscheidung nicht für immer treffen. Eine Methode darf überprüft, gewechselt oder beendet werden, wenn sich Ihre Bedürfnisse verändern. Der beste nächste Schritt ist ein vertrauliches Gespräch, in dem Ihre Sicherheit, Ihr Wohlbefinden und Ihre Wünsche gleich viel Gewicht erhalten.
von Denis Faoro • 7. August 2026
Wiederkehrende Scheideninfektionen: Ursachen erkennen, behandeln und die Vaginalflora schützen. Erfahren Sie, wann eine Abklärung sinnvoll für Sie ist.
Starke Regelschmerzen: Was tun bei Krämpfen?
von Denis Faoro • 31. Juli 2026
Starke Regelschmerzen: Was tun bei Krämpfen?
Show More